Netzwerk Asyl Gartow

 

 
 


AKTUELL !


Liebe Netzwerkerinnen und Netzwerker.

Friedel Hofmann war vor einigen Monaten mit seinem  Sprachkurs in Berlin. Die Flüchtlinge hatten Briefe an die Bundeskanzerin geschrieben und haben diese im Bundeskanzleramt abgegeben, da eine Übergabe an Frau Merkel direkt nicht möglich war. Darüber erschien ein Artikel in der EJZ, den Ihr wahrscheinlich kennt. Offenbar daran anschließend erhielt er ein Schreiben vom Bundeskanzleramt,                                                                                                                       Absenderin „    Bundesrepublik Deutschland  - Die Bundeskanzlerin  :                                       „Sehr geehrter Herr Hofmann, die Aufnahme und Integration der zahlreichen vor Krieg und Gewalt geflüchteten Menschen stellen unser Land ohne Zweifel vor große   Herausforderung-en. Es ist maßgeblich dem Engagement der zahlreichen Ehrenamtlichen zu verdanken, dass die vielfältigen Aufgaben bei der Ankunft und ersten Versorgung von Flüchtlingen, bei der Unterstützung in alltäglichen Dingen oder beim Erlernen der deutschen Sprache bewältigt werden können.- Auch Ihr Verein bez. Ihre Initiative hat sich in den vergangenen Monaten für die Flüchtlingshilfe sehr engagiert. Diese Einsatzbereitschaft möchte ich gerne besonders würdigen und bitte Sie daher, für eine Veranstaltung im Bundeskanzleramt (Adr.Berl.) am Freitag den 17.3. 2017 13.00 – 15.00 Uhr, eine ehrenamtlich besonders engagierte Frau oder …..Mann zu benennen, die an der Veranstaltung teilnehmen kann…“

Der Termin am 17.3. musste wegen der Amerikareise der Bundeskanzlerin und dadurch bedingten Terminveränderungen auf den 7.4. 2017 verlegt werden. Friedel Hofmann hat mich in Absprache mit Nils v. Baggehufswudt gefragt. Ich werde am kommenden Freitag nach Berlin zu der Veranstaltung fahren. Im letzten Netzwerktreffen habe ich kurz über diese Einladung berichtet.

Die Veranstaltung hat den Titel:  Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe. Sie beginnt um 11.30 mit Willkommensimbiss. Um 13.00 Uhr wird der Chef des Bundeskanzleramtes, Peter Altmaier uns begrüßen. Um 13.10 bis 14.10 Uhr wird eine Podiumsdiskussion mit Frau Merkel und Ehrenamtlichen aus unterschiedlichen Initiativen unter Moderation von Herrn Jaafar Abdul Karim ( Deutsche Welle ) stattfinden. Diese Diskussion wird life im Internet übertragen.Sie kann über den Link www.bundesregierung .de verfolgt werden. Das ganze endet mit einem Schlusswort der Bundeskanzlerin und einem Gruppenfoto.

Im kommenden Gemeindeboten habe ich über die Einladung auch im Rahmen des“ Berichtes aus dem Netzwerk Asyl“ berichtet. Die EJZ hat in der Ausgabe vom 5.4.2017,S.5,über das Vorhaben informiert. Im nächsten Netzwerktreffen werde ich über diese Veranstaltung berichten.

Susanne v. Imhoff ( Koordinatorin des Netzwerks Asyl in der SG Gartow)


Das nächste  Netzwerktreffen wird  abhängig von der aktuellen Entwicklung stattfinden.

Einladung erfolgt rechtzeitig

Stand 30.3.2017


  Die Samtgemeinde Gartow nahm 2014 33 Flüchtlinge aus sechs verschiedenen Ländern auf. Im Gemeinderat wurde daraufhin die Einrichtung einer "Netzwerkgruppe Asyl" beschlossen, diese fungiert als Ideenbörse, Infopool und Kontaktstelle zwischen Gemeindeverwaltung und ehrenamtlichen Helfern. Alle örtlichen Institutionen - vom Kindergarten bis zur Kirchengemeinde - können sich an die Gruppe wenden um dort Fragen zu klären und Bedürfnisse der Flüchtlinge zu erfahren. Die Netzwerkgruppe konnte bereits diverse Hilfsangebote auf den Weg bringen, durch Begegnung und Kennenlernen konnte Fremdenangst und Ablehnung reduziert werden.


     2016  :


 

Nachrichten aus dem Netzwerk Asyl

Seit das Netzwerk Asyl im Jahr 2015 von Theda Kruse (UWG) und Matthias Gallei (Grüne)im Jahr 2015 ins Leben gerufen wurde, bietet es für die vielen  Ehrenamtlichen , die sich in der Samtgemeinde für Flüchtlinge engagieren, Möglichkeiten zum Austausch, zur Information, zur Planung von  Aktivitäten. Die Verwaltung der Samtgemeinde (SG) unterstützt diese Arbeit mit hohem Einsatz, wie umgekehrt die vielen ehrenamtlich engagierten Menschen der SG helfen, die Entwicklungen im Flüchtlingsbereich zu bewältigen.

Neben direkt persönlichen Hilfestellungen in den Orten Restorf, Vietze und Gartow halfen viele Engagierte mit kontinuierlichem Sprachunterricht, Begleitung zu Behörden und Ämtern, zu Ärzten, ins Krankenhaus. All das wurde meist mit den eigenen PKWs gemacht. Hilfen für Kinder wurden gegeben, durch die richtige Patenschaften entstanden. 3 Kinder wurden bisher hier geboren. Viel Begleitung für die geflohenen Menschen konnte gegeben werden, um das Einleben in diesem fremden Deutschland etwas einfacher zu machen. Der Bürgerverein half  durch die Einrichtung des „ Bürgerecks“ in Gartow. Hier finden Beratung, Nachhilfe, Gespräche  und in großem Umfang Sprachkurse statt, die von der „Ländlichen Erwachsenenbildung“ ( LEB) getragen werden. Die Schulen unterstützten durch Mobiliar. Feste am See und im Bürgereck fanden statt und sind weiter geplant. Der  Bus der Kirche hilf sehr dazu, dass die vielen notwendigen Fahrten nach Braunschweig in das „Bundesamt für Migration und Flüchtlinge“,nach Friedland oder zu den Behörden nach Lüchow gerade für Familien mit kleinen Kindern leichter möglich wurden. Umzüge konnten dadurch  gemacht werden. Der Tauschladen war und ist eine wichtige Anlaufstelle und verhalf  vielen Neuankömmlinge, die nichts hatten, wenigstens das Notwendigste zu bekommen. Er wurde aber auch einem Ort für  Neuankömmlinge, an dem  persönliche Kontakte entstehen konnten. Ein wichtiger Ort ist auch die Beratung von Flüchtlingen durch die Caritas, durch Sarah Fahndrich, die alle 14 Tage ins Bürgereck kommt. 

Unterstützung der Flüchtlingsarbeit kommt auch von der FA Voelkel, die Sprachunterricht finanziell fördert und Menschen in ihrem Betrieb angestellt haben. Auch von den Bernstorffschen Betrieben kam Hilfe und Unterstützung. Die FA Hildebrand bot Arbeitsmöglichkeiten. Die Johanniter veranstalten einen großen „Erste Hilfekurs“, damit die Flüchtlinge den Führerschein machen zu können. Das Hilfsangebot durch Menschen aus der Region war und ist wichtig und Not  wendend. Denn weitergehende Integration kann nur gelingen, wenn die hier lebenden Menschen bereit sind, sich für diese Menschen zu öffnen. Integration kann nur gelingen, wenn wir hier Lebende dazu bereit sind, aus Fremden Nachbarn werden zu lassen. Die Lüchow – Dannenberger und die Menschen in der  SG sind darin ja glücklicherweise geübt. Bei weitem nicht alles ist glatt gelaufen. Wir konnten jedoch erleben, dass Lösungswege sich  gefunden haben, weil viele Menschen helfen, sich das zur Aufgabe gemacht haben.

Hierfür war der Spendentopf, der durch die SG und das Netzwerk verwaltet wird, dringend nötig. Und wir danken auch auf diesem Weg allen Spendern. Die eingegangenen Spenden halfen, Problemlagen zu bewältigen, dringend notwendige Ausgaben, z.B.neuen Ausweispapiere zu finanzieren. Eine Familienzusammenführung ist dadurch möglich geworden. Medizinische Hilfe konnte finanziell ermöglicht werden, da vieles ja inzwischen selbst bezahlt werden muss.

Die Ankunftsphase ist vorbei. Jetzt stehen  Aufgaben der Integration an. Beratung und Sprachunterricht sind  weiterhin sehr notwendig. Und es ist erfreulich, zu sehen, wie schnell  viele Neuankömmlinge sich inzwischen verständigen können, zum Teil bereits sehr gut Deutsch sprechen und damit viele Dinge selber regeln können. 3 Familien haben sich zum Umzug nach Lüchow und nach Dannenberg entschlossen, da sie durch die schlechten Busverbindungen von Nienwalde und von Vietze aus immer auf Hilfe angewiesen waren. Nahezu alle hier lebenden, anerkannten Flüchtlinge sind in den Integrationskursen, die noch einige Monate dauern werden. Viele haben Arbeit gefunden. Beratung und Begleitung sind jedoch in vielen Fällen weiter nötig.

Im Jahr 2017 stehen neue Zuweisungen von Flüchtlingen nach Lüchow – Dannenberg und damit auch in die  SG an. Wie viele das sein werden, steht noch nicht fest. Das Netzwerk will sich darauf vorbereiten mit allen, die  sich engagieren wollen, auch weiter Hilfe leisten zu können. Aber der Spendentopf ist weitgehend leer.

Wir bitten deswegen um Ihre Spende auf das Konto der Samtgemeinde Gartow, Stichwort Netzwerk Asyl, IBAN  DE86  258501100045006228

Wir danken allen die bisher geholfen haben und wünschen ein gutes Jahr 2017.

Susanne von Imhoff,        15.1.2017

(Koordinatorin für das Netzwerk Asyl)